Eine Neue Hoffnung für Raider Nation: LaFleur, Kubiak und Webb kristallisieren sich als Top-Kandidaten für den Head Coach-Posten heraus
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Die Las Vegas Raiders stehen an einem Scheideweg. Nach Jahren der Turbulenzen und verpassten Chancen muss diese Head-Coach-Verpflichtung ein Paukenschlag sein – ein Schritt, der das Franchise von Grund auf neu belebt. Statt das Netz groß auszubreiten, habe ich mich auf drei dynamische Kandidaten konzentriert, die jeweils ihre eigene einzigartige Kombination aus Coaching-Potenzial, Scheme Passung und Fähigkeit zur Veränderung einer Franchise-Kultur mitbringen. Diese Namen lassen meinen Puls nach oben schnellen und meinen Kopf rattern: Mike LaFleur, Klint Kubiak und Davis Webb.
Warum nur diese drei? Weil Raider Nation einen Coach verdient, der entweder eine moderne Offense meistern kann (LaFleur), eine Familien-Dynastie des Gewinnens fortsetzt (Kubiak), oder mit herrausragendem Charisma die Kabine elektrisiert (Webb). Dies ist eine emotional etwas aufgeladene Analyse, ein innerer Konflikt: Mein Bauch schreit nach Davis Webb – der charismatische Leader mit unbegrenztem Potenzial – während mein Kopf auf Klint Kubiak und Mike LaFleur zeigt – die erfahrenen Player mit bewiesener Kompetenz. Werfen wir einen Blick auf jeden von ihnen und warum sie die wahren Hoffnungsträger für die Rückkehr der Silver & Black sind.
Mike LaFleur – Der Shanahan/McVay-Schüler, bereit für seinen eigenen Weg
Mike LaFleur, 38, ist nicht nur der Bruder von Green Bays Head Coach Matt LaFleur, sondern hat sich als Offensivgenie einen eigenen Namen gemacht. Er war fünf Jahre in Folge Offensive Coordinator in der NFL (2021–2025) – zuerst bei den New York Jets, dann bei den Los Angeles Rams. Er ist der einzige Coach, der sowohl unter Kyle Shanahan als auch unter Sean McVay Koordinator war. Das heißt: Er spricht die beiden kreativsten Offensiv-Sprachen der Liga fließend. Falls die Raiders einen Mix aus Shanahans genialem Run-Game gepaart mit McVay’s Passing Power wollen; LaFleur bietet das beste aus beiden Welten.
Nach schwierigen Zeiten mit den Jets hat er sich bei den Rams rehabilitiert. In den Jahren 2023 bis 2025 half er dabei, eine Rams-Offense zu revitalisieren, die Spieler wie Kyren Williams zu All-Pro-Kaliber aufsteigen ließ. LaFleur integrierte kreative Personalkonzepte, darunter schwere 3-Tight-End-Formationen, um Defenses zu verwirren und physischen Football durchzusetzen. Seine Vision passt perfekt zu einem Raiders-Team mit explosiven Talenten wie Ashton Jeanty und Brock Bowers (und Micheal Meyer) die mit diesen viele Mismatches kreieren könnte.
- Stärken: Bewiesener Play-Caller mit fünf Jahren OC-Erfahrung. Geschult unter den besten Coaches der Liga (Shanahan und McVay). Spielerentwicklung: Hat bis Dato unbekannte Talente zu Leistungsträgern gemacht (was seine Fähigkeit Talente zu entwickeln unterstreicht). Bringt Disziplin und Detailliebe – etwas was die Raiders definitiv brauchen könnten.
- Schwächen: Seine Zeit bei den Jets (2021–2022) war holprig – die Offense hatte ganz schön zu kämpfen, was Zweifel daran aufkommen lässt, ob er ohne hochklassiges Quarterback-Talent erfolgreich sein kann. Er war noch nie Head Coach, also ist seine Fähigkeit, ein gesamtes Team zu führen, ungetestet. Einige fragen sich, ob der Erfolg in Los Angeles eher McVay zuzuschreiben ist (war LaFleur der Treiber des Offensiverfolgs oder nur Trittbrettfahrer)?
- Potenzial: LaFleur könnte ein Volltreffer sein, wenn er die gesamte Shanahan/McVay-Philosophie nach Vegas bringt. Stellt dir eine Raiders-Offense mit modernen Bewegungsmustern, Play-Action-lastigen Designs und Anpassungsfähigkeit an das Personal vor – LaFleur bietet genau diese Vision. Langfristig könnte er zum Raiders-eigenen Sean McVay werden: ein junger Head Coach, der sich zu einem dauerhaften Contender entwickelt, indem er brillantes X-und-O-Denken mit einer soliden Kultur verknüpft. Wenn er sein Potenzial ausschöpft, würde LaFleur nicht nur die Raiders-Offense verjüngen, sondern ein nachhaltiges System etablieren, in dem Spieler gedeihen und innerhalb einer klaren Struktur innovativ sein können.
Klint Kubiak – Der Sohn eines Champions mit moderner Offense und Old-School Grit
Mit 38 trägt Klint Kubiak einen Nachnamen, der mit Super-Bowl-Ringen verbunden ist. Er ist der Sohn des ehemaligen Broncos-Head-Coaches Gary Kubiak – das bedeutet, Klint wurde buchstäblich im Filmraum großgezogen. Doch er ruht sich nicht auf seinem Nachnamen aus. Kubiak hat sich eigene Fähigkeiten bei mehreren Teams erarbeitet und von einigen der besten Köpfe des Spiels gelernt. Er war Offensive Coordinator der Minnesota Vikings (2021) und der New Orleans Saints (2024), dazwischen assistierte er Kyle Shanahan in San Francisco und sprang sogar als Play-Caller für die Denver Broncos ein. Zuletzt war er OC bei den Seattle Seahawks und half 2025 maßgeblich dabei, das Team zum Top-Seed der NFC und in den Super Bowl LX zu führen. Mit anderen Worten: sein Marktwert ist aktuell auf einem Allzeithoch.
Kubiaks Reiz liegt in seiner ausgewogenen West-Coast-/Shanahan-Offense (wenig überraschend angesichts seiner Prägung durch Gary Kubiaks System – ein direkter Ableger der Shanahan-Schule). Er setzt auf ein starkes Zonenlaufspiel kombiniert mit Play-Action und Bootlegs – das perfekte System, um das Raiders-Personal optimal einzusetzen. Noch interessanter: Insider bezeichnen Klint Kubiak nach einem beeindruckenden ersten Interview als „Top-Kandidaten“ für den Raiders-Job. Er beeindruckte die Entscheider mit seiner Vision, und laut mehreren Quellen steht er ganz oben auf der Liste. Seine Herangehensweise hat etwas fast Wissenschaftliches: ein Coach, der im Büro schläft, um Film zu analysieren. Gleichzeitig verkörpert er die Gelassenheit und Beständigkeit seines Vaters. Nach dem Chaos, das die Raiders durchlebt haben, ist Kubiaks Mischung aus jugendlicher Innovation und alter Schule besonders reizvoll.
- Stärken: Mehrfache Coordinator-Erfahrung – hat für verschiedene Teams Systeme entworfen und angepasst (Vikings, Saints, Seahawks), zeigt Anpassungsfähigkeit. In der Zone-Run-Offense der Shanahan/Kubiak-Schule verankert, was für schematische Kontinuität sorgt. Gilt als ausgezeichneter Interviewpartner und gut vorbereiteter Führer – sein erstes Raiders-Interview war offenbar ein Volltreffer. Durch seine NFL-Sozialisierung hat er ein natürliches Gespür für Kulturaufbau und den Umgang mit Veteranen (Gary Kubiak war bei Spielern beliebt – Klint teilt diese DNA). Hat außerdem gezeigt, dass er Quarterbacks entwickeln kann – auch Problemfälle (in Seattle etwa verhalf er Sam Darnold zu seiner wohl besten Karriereleistung).
- Schwächen: Genau wie LaFleur hat Kubiak keine Head-Coach-Erfahrung, das Erlernen der Teamführung wäre eine steile Lernkurve. Einige seiner Stationen waren kurz – etwa wurde er in New Orleans nach einem Jahr entlassen, als der Head Coach gehen musste. Daraus ergibt sich die Frage: Kann er Erfolg aufrechterhalten, wenn das Umfeld instabil ist? Zudem war seine Offense 2021 bei den Vikings durchschnittlich, sein Play-Calling 2022 in Denver wenig erfolgreich – Konstanz ist noch zu beweisen.
- Potenzial: Kubiak ist mit Erfolg aufgewachsen, und das merkt man. Wenn er die offensive Stärke aus Seattle replizieren kann, könnten die Raiders schnell eine Top-10-Offense aufbauen. Langfristig ist seine Ceiling, eine Art Mike Shanahan für Las Vegas zu werden – ein Offensiv-Guru, der die bedingungslose Treue seiner Spieler gewinnen könnte. Mit Klint könnten die Raiders das Beste aus zwei Welten bekommen: junge, offensive Innovation gepaart mit stabiler Führung. Über die Zeit könnte das konstante Playoff-Teilnahmen und eine klare Teamidentität bedeuten. Ein Kandidat, der technische Anforderungen erfüllt und eine Siegesaura mitbringt.
Davis Webb – Der rohe Leader mit unendlichem Potenzial und einer Raider-Seele
Jetzt kommt die Wildcard – der Kandidat, den mein Bauchgefühl liebt: Davis Webb. Während LaFleur und Kubiak die polierten Produkte der NFL-Elite sind, ist Webb der unkonventionelle Außenseiter, der die Raiders kulturell transformieren könnte. Mit gerade einmal 31 Jahren – kaum älter als manche Spieler – beendete er seine NFL-Karriere erst 2022. Auf dem Papier sieht sein Lebenslauf für einen Head Coach extrem dünn aus: Weder war er Koordinator noch Play-Caller, und insgesamt hat er nur ein bis zwei Jahre Erfahrung als Quarterbacks Coach (zuletzt bei den Denver Broncos als QB-Coach/Passing Game Coordinator). Nach herkömmlicher Logik wäre seine Verpflichtung ein gewaltiger Vertrauensvorschuss – die Art von Entscheidung, bei der Analysten den Kopf schütteln.
Warum also überhaupt sein Name ins Gespräch bringen? Weil Davis Webb „es“ hat. Etwas, das man nicht lehren kann – Charisma, Intellekt und eine natürliche Führungsaura, die in der gesamten Liga auffällt. Trotz seiner Unerfahrenheit war Webb „im Zentrum vieler Head-Coach-Diskussionen“ in diesem Hiring-Zyklus. Trainer und Mitspieler bezeichnen ihn als „jungen Coaching-Savant“, ein echtes Wunderkind. Laut ESPN-Reporter Jeremy Fowler fällt Webbs Name regelmäßig, wenn in NFL-Kreisen über Head-Coach-Kandidaten gesprochen wird – und das mit gerade 31. Bei seinem Interview mit den Raiders überzeugte er mit einer detaillierten offensiven Vision, tiefem Verständnis für Spielsituationen und einem klaren Plan für seinen Staff (Gerüchten zufolge hat er bereits Top-Koordinatoren aus seinen Netzwerken unter Brian Daboll und Sean Payton im Visier). Webb wirkt wie Sean McVay 2017 – wenn du glaubst, dass er ein kommender Star ist, musst du ihn ein Jahr früher holen, bevor andere ihn erkennen. Wie ein Insider sagte: Die Frage ist nicht, ob, sondern wann – holt man ihn jetzt „ein Jahr zu früh“, oder verliert man ihn nächstes Jahr an jemand anderen? Raider Nation hat genug von langweiligen Wiederholungen – Webb steht für den kühnen Versuch, der alles verändern könnte.
Lass uns über Kultur und Führung sprechen – Webbs wahre Stärke. Als Backup-Quarterback bei den Giants und Bills war Webb praktisch ein Coach in Pads. Mitspieler berichten, wie er Scouting-Berichte zu kommenden Gegnern erstellte und QB-Meetings leitete, obwohl er noch aktiv war. Ex-Giants-Lineman Jon Feliciano, der vier Jahre mit Webb spielte, sagte: „Webb war die Definition eines Spielertrainers … hat praktisch die Arbeit der Coaches gemacht“ und prophezeite mutig: „Ich denke, Davis wird einer der besten Coaches der nächsten Dekade. Ich bin nicht der Einzige.“ Wer mit Webb gearbeitet hat, schwärmt von seiner natürlichen Führungsenergie – er erzwingt Respekt nicht durch Ego oder Titel, sondern durch Einsatz, Intelligenz und aufrichtige Fürsorge. Wenn es einen jungen Coach gibt, der mit 31 in ein NFL-Team kommt und Buy-in bekommt, dann vielleicht Davis Webb. Er besitzt diese spezielle Mischung aus Nahbarkeit (er war buchstäblich vor 14 Monaten noch im Huddle) und Autorität. Kulturell könnte Webb die Adrenalin-Spritze sein, die die zersplitterten Raiders so dringend brauchen. Denk an Mike Tomlin in jungen Jahren oder Dan Campbell – Webb ist aus diesem Holz geschnitzt.
- Stärken: Herausragende Charakter- und Führungsqualitäten – NFL-Veteranen stehen Schlange, um ihn zu empfehlen. Gilt als brillanter Football-Verstand, der Systeme schnell verinnerlicht (hat unter Coaches wie Ben McAdoo, Brian Daboll und Sean Payton gelernt). Versteht Spieler auf persönlicher Ebene – jung genug, um den Zeitgeist zu kennen, aber reif genug, um Respekt einzufordern. Trotz fehlender Coordinator-Erfahrung verfügt er über eine klare offensive Philosopie – inklusive klarer Vorstellungen zur QB-Entwicklung und seinem künftigen Staff (was er wohl im Interview bereits bewiesen hat). Kurz gesagt, bringt einen strategisches Plan mit viel Potenzial gepaart mit ansteckender Energie mit.
- Schwächen: Offensichtliches Risiko – keine Head-Coach-Erfahrung, kaum Coaching-Erfahrung insgesamt. Webb müsste vieles „on the job“ lernen – Spielmanagement, Systemaufbau, Personalführung. Taktisch hat er nie Play-Calling in echten Spielen in Echtzeit durchgeführt – könnte überfordert sein. Es bleibt ein Wagnis: Coaches mit ähnlichem Profil sind auch schon gescheitert, wenn sie Theorie nicht in die Praxis umsetzen können. Auf den Nenner gebracht macht seine Kandidatur auf Papier wenig Sinn, Kritiker betonen zu Recht, dass viele gute Positionstrainer nie gute Head Coaches werden.
- Potenzial: Einfach gesagt: Franchise-altering. Webb hat das Potenzial, ein Head Coach für die nächsten 20 Jahre zu werden – ein Kulturträger, der eine neue Identität für die Raiders schafft. Seine Jugend könnte andere brillante junge Coaches anziehen (stell dir einen Cutting-Edge-Staff um ihn herum vor). Und weil er unerfahren ist, würde er sich wahrscheinlich starke, erfahrene Koordinatoren zur Seite holen – ein Vorteil. Best-Case: Die Raiders verpflichten den nächsten McVay oder Tomlin am Anfang seiner Karriere. Ja, es ist ein kühner Sprung. Aber wie Raiders-Miteigentümer Tom Brady sagen würde: No risk it, no biscuit. Webb representiert das größte Risiko und potenziell die größte Belohnung von allen Kandidaten.
Lobende Erwähnung: Mike Tomlin – Der Kultur-Reset (aber nicht dieses Jahr)
Es wäre nicht fair, über Kultur und Führung zu sprechen, ohne den Elefanten im Raum anzusprechen: Mike Tomlin. In einer alternativen Realität wäre Tomlin der perfekte kulturelle Neuanfang für die Raiders – ein Super-Bowl-Coach, der sofort Respekt und Rechenschaft einfordert. Nach fast zwei Jahrzehnten ohne Losing Season in Pittsburgh sind Tomlins Fähigkeit Spielerbeziehungen aufzubauen und seine Motivationskünste legendär. Doch die Realität ist: Nach seinem Abschied von den Steelers braucht Tomlin vermutlich eine Auszeit. 19 Jahre als NFL-Head-Coach hinterlassen Spuren, und er hat sich eine Pause verdient. So sehr die Vorstellung von Tomlin an der Seitenlinie der Raiders elektrisieren würde – jetzt ist nicht der richtige Moment. Das Timing passt nicht – und direkt von einer Ära in Pittsburgh ins Las-Vegas-Haifischbecken zu springen, wäre für beide Seiten nicht ideal. Also ziehen wir den Hut vor Tomlin als ultimativen Kulturfixer – und schauen in die Zukunft. Vielleicht später. Für jetzt heißt die Aufgabe: Einen eigenen Tomlin aufbauen – und das führt zurück zu LaFleur, Kubiak oder Webb.
Fazit: Die Raiders haben drei herausragende Kandidaten – jeder verkörpert eine andere Spielart der Hoffnung. Mike LaFleur bringt den geschärften Verstand eines Offensivgenies mit, geformt von den Besten der Liga. Klint Kubiak liefert ruhige Hand und goldenes Offensiv-Erbe, bereit, aus dem Schatten des Vaters zu treten. Und Davis Webb ist das Lottoticket mit Führungsqualitäten – mein Favorit für ein Franchise, das wieder Seele braucht. Es ist ein Kopf-gegen-Herz-Dilemma: sichere Optionen gegen den großen Wurf. Doch egal, in welche Richtung die Raiders sich zwischen diesen dreien entscheiden – eines ist sicher: Jeder von ihnen würde eine neue, mutige Ära in Las Vegas einläuten. Und genau danach verlandt die Raider Nation Seele. Die Silver-and-Black-Gemeinschaft lechzt nach Energie, Innovation und Identität. LaFleur, Kubiak oder Webb – es ist Zeit, die Fackel zu entzünden und einem von ihnen die Führung zu übergeben.
